| Indien ist ein Staat in Südostasien mit einer Fläche von 3.287.590 qkm und einer Einwohnerzahl von 1.112.226.000 (Weltrang 2 nach China, Berechnung 2006). Der Wahlspruch Indiens lautet "Allein die Wahrheit siegt". Die Amtssprachen sind Hindu und Englisch. | |  |
Seinen Namen hat Indien von dem in Tibet entspringenden Fluss Indus, dessen Ursprung auf das Sanskrit-Wort "Sindhus" (=Fluss) zurückgeht. Der offizielle indische Name lautet in Hindi "Bharat". Die Industal-Kultur im heutigen Pakistan war um 2500 v.Chr. eine der bedeutendsten Hochkulturen der damaligen Zeit. Ab dem 6.Jahrhundert entfaltete sich der Buddhismus in Indien und prägte über weite Epochen zusammen mit dem Hinduismus das Leben der Menschen. Von Indien aus wurde von dieser Strömung Indochina bis Indonesien maßgeblich beeinflusst. Die griechische Kultur war ebenso eine Zeitlang im Nordteil des indisch-pakistanischen Raums ansässig.
Europäische Mächte begannen ab 1505, kleine Küstenstützpunkte zu erobern. Den Anfang machte dabei Portugal, ab 1756 unternahm die Britische Ostindien-Kompanie hier Anstrengungen. Ab 1877 führten die britischen Monarchen zugleich den Titel "Kaiser(in) von Indien". Ein gewaltfreier Widerstand aller Bevölkerungsgruppen, vor allem unter Mahatma Gandhi und Neru, erreichte 1947 die Selbstständigkeit Indiens. Nach der Teilung der Kolonie in zwei Staaten Indien und Pakistan wurden etwa 10 Mio. Hindus und Sikhs aus Pakistan vertrieben, ungefähr 7 Mio. Muslime aus Indien. Indien ist heute ein extrem schnell und pulsierend wachsender Subkontinent, der am 11.Mai 2000 die 1-Milliarden-Einwohnerzahl sprengte. Trotz der zunehmend besseren Vernetzung von Kapazitäten und wachsendem Wohlstand in einigen Schichten lebt die Mehrheit der Bevölkerung noch immer in Armut. Auch Indien ist von der Verstädterung betroffen. Mit der Umbennung der großen Städte von den Kolonialbezeichnungen wie Bombay oder Kalkutta in Mumbai und Kolkata macht Indien sein heutiges Selbstbewusstsein deutlich.

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